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Sternschnuppen-Kalender

Sternschnuppen 2026: Wann du am meisten siehst

Perseiden im August, Geminiden im Dezember: Hier findest du alle großen Sternschnuppen-Nächte 2026 mit Maximum, erwarteter Anzahl und Mondbedingungen – nach dem Kalender der International Meteor Organization.

6 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 15. Oktober 2026 · Von der Stardust-Redaktion

Nächster großer Meteorstrom

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Sternschnuppen 2026: alle Termine

Die acht großen Meteorströme des Jahres mit Aktivitätszeitraum, Maximum und den Mondbedingungen zum Maximum. Die Daten stammen aus dem Meteorstrom-Kalender 2026 der International Meteor Organization (IMO), die Uhrzeiten sind in deutsche Zeit umgerechnet.

MeteorstromAktivMaximum (ca.)ZHRRadiantMond zum Maximum
Quadrantiden28.12. – 12.01.3. Januar, ca. 22 Uhr80Bärenhüter (nördlicher Teil)schlecht
100 % beleuchtet, abnehmend
Lyriden14.04. – 30.04.22. April, ca. 21:40 Uhr18Leier (nahe Wega)gut
37 % beleuchtet, zunehmend
Eta-Aquariiden19.04. – 28.05.6. Mai50Wassermannschlecht
84 % beleuchtet, abnehmend
Perseiden17.07. – 24.08.13. August, ca. 4–6 Uhr100Perseusgut
0 % beleuchtet, abnehmend
Orioniden02.10. – 07.11.21. Oktober20+Oriongut nach Monduntergang
73 % beleuchtet, zunehmend
Leoniden06.11. – 30.11.18. November, ca. 0:45 Uhrca. 15Löwegut nach Monduntergang
56 % beleuchtet, zunehmend
Geminiden04.12. – 20.12.14. Dezember, ca. 15 Uhr150Zwillinge (nahe Kastor)gut
20 % beleuchtet, zunehmend
Ursiden17.12. – 26.12.22. Dezember, ca. 23 Uhr10Kleiner Bärschlecht
98 % beleuchtet, zunehmend

Quelle: IMO Meteor Shower Calendar 2026 (International Meteor Organization), Tabelle 5 und Einzelbeschreibungen. ZHR = Anzahl Meteore pro Stunde unter idealen Bedingungen (Radiant im Zenit, sehr dunkler Himmel) – tatsächlich siehst du meist deutlich weniger. Mondphase berechnet nach Jean Meeus. Die Maxima können sich um Stunden verschieben.

Was sind Sternschnuppen?

Sternschnuppen sind winzige Staubteilchen aus dem All, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen. Mit Sternen haben sie nichts zu tun – Astronomen sprechen von Meteoren.

Die meisten Teilchen sind kleiner als ein Sandkorn. Sie treffen mit 11 bis über 70 Kilometern pro Sekunde auf die Lufthülle und bringen die Luft in rund 80 bis 120 Kilometern Höhe zum Leuchten. Größere Brocken erzeugen helle Feuerkugeln, sogenannte Boliden.

Einzelne Sternschnuppen siehst du in jeder klaren Nacht. Bei einem Meteorstrom kreuzt die Erde die Staubspur eines Kometen oder Asteroiden – dann fallen deutlich mehr Sternschnuppen, und sie scheinen alle aus demselben Punkt am Himmel zu kommen, dem Radiant. Nach dem Sternbild, in dem dieser Punkt liegt, ist der Strom benannt.

Perseiden 2026: die Sternschnuppen im August

Die Perseiden erreichen 2026 ihr Maximum am 13. August gegen 4 bis 6 Uhr – beste Nacht ist die vom 12. auf den 13. August, und der Mond stört nicht. Am 12. August ist Neumond.

Die Perseiden sind der bekannteste Meteorstrom, weil sie in warme Sommernächte fallen. Sie stammen vom Kometen 109P/Swift-Tuttle und sind vom 17. Juli bis 24. August aktiv. Die International Meteor Organization (IMO) gibt eine ZHR von 100 an, weist aber darauf hin, dass die Grundaktivität in diesem Jahr etwas niedriger ausfallen könnte.

Der Radiant liegt im Sternbild Perseus, das am Abend im Nordosten aufgeht. Ab etwa 22 bis 23 Uhr steht er hoch genug; die meisten Sternschnuppen fallen in der zweiten Nachthälfte bis zur Morgendämmerung. Im Volksmund heißen die Perseiden auch „Laurentiustränen“, nach dem Gedenktag des heiligen Laurentius am 10. August.

Geminiden 2026: der stärkste Strom des Jahres

Die Geminiden sind der ergiebigste Meteorstrom des Jahres – 2026 liegt ihr Maximum am 14. Dezember gegen 15 Uhr, am besten beobachtest du die Nächte vom 13. auf den 14. und vom 14. auf den 15. Dezember. Es steht nur eine schmale zunehmende Mondsichel am Himmel.

Ungewöhnlich: Die Geminiden stammen nicht von einem Kometen, sondern vom Asteroiden (3200) Phaethon. Ihre Meteore sind mit etwa 35 Kilometern pro Sekunde vergleichsweise langsam und oft hell. Die IMO nennt eine ZHR von 150; das breite Maximum liefert über viele Stunden hohe Raten.

Der Radiant liegt im Sternbild Zwillinge, nahe dem hellen Stern Kastor. Er geht schon am frühen Abend auf, deshalb lohnt sich die Beobachtung bereits ab etwa 21 Uhr. Gegen 2 Uhr nachts steht er am höchsten. Einziger Haken: Es ist Dezember – zieh dich sehr warm an.

Leoniden 2026: schnell, aber diesmal ruhig

Die Leoniden erreichen ihr Maximum in der Nacht vom 17. auf den 18. November gegen 0:45 Uhr; der zunehmende Halbmond geht etwa zur selben Zeit unter. Erwartet werden rund 15 Sternschnuppen pro Stunde unter Idealbedingungen.

Die Leoniden stammen vom Kometen 55P/Tempel-Tuttle und sind mit rund 71 Kilometern pro Sekunde die schnellsten Meteore der großen Ströme. Berühmt sind sie für ihre Meteorstürme mit Tausenden Sternschnuppen pro Stunde, etwa 1833, 1966 und um die Jahrtausendwende. Für 2026 erwarten die Modellrechnungen, die die IMO zusammenfasst, nur schwache Begegnungen mit älteren Staubspuren – also keinen Sturm.

Der Radiant liegt im Sternbild Löwe, das erst gegen Mitternacht im Osten aufgeht. Die besten Stunden sind deshalb die vor der Morgendämmerung.

Wünsch dir was – oder schenk einen Stern: Eine Sternschnuppe ist in einer Sekunde vorbei. Ein getaufter Stern bleibt – mit Urkunde, Koordinaten und seinem Namen auf unserer Online-Sternenkarte.

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Die weiteren Meteorströme 2026

Neben den drei großen gibt es fünf weitere regelmäßige Ströme, die sich zu beobachten lohnen – 2026 allerdings teils mit hellem Mond.

  • Quadrantiden (Januar): kurzes, kräftiges Maximum am 3. Januar gegen 22 Uhr. 2026 fällt es genau auf den Vollmond, die Bedingungen sind daher schlecht.
  • Lyriden (April): Maximum am 22. April gegen 21:40 Uhr mit rund 18 Meteoren pro Stunde. Der Mond ist nur eine Sichel, die Bedingungen sind gut. Der Radiant liegt nahe dem hellen Stern Wega in der Leier.
  • Eta-Aquariiden (Mai): Staub des Halleyschen Kometen. In Deutschland sind nur wenige zu sehen, weil der Radiant im Sternbild Wassermann erst kurz vor der Dämmerung aufgeht; 2026 stört zusätzlich der abnehmende Mond.
  • Orioniden (Oktober): ebenfalls vom Halleyschen Kometen, Maximum um den 21. Oktober. Der zunehmende Mond geht in der zweiten Nachthälfte unter, dann ist der Himmel dunkel.
  • Ursiden (Dezember): Maximum am 22. Dezember gegen 23 Uhr, meist nur etwa 10 pro Stunde. 2026 steht der fast volle Mond am Himmel.

Tipps: So siehst du die meisten Sternschnuppen

Ein dunkler Ort, ein weiter Blick auf den Himmel und Geduld sind wichtiger als jede Ausrüstung. Ein Teleskop brauchst du nicht – es zeigt nur einen winzigen Ausschnitt.

  1. Raus aus der Stadt: Lichtverschmutzung verschluckt die schwächeren Sternschnuppen. Schon wenige Kilometer vor der Stadt siehst du deutlich mehr.
  2. Nach Mitternacht beobachten: Ab Mitternacht blicken wir in Flugrichtung der Erde – wie bei einer Autofahrt im Regen treffen dann mehr Teilchen auf.
  3. Bequem liegen: Eine Liege oder Isomatte und ein Schlafsack machen eine Stunde Beobachtung angenehm.
  4. Augen anpassen lassen: Gib den Augen 20 bis 30 Minuten Dunkelheit und schau nicht aufs helle Handy.
  5. Den Mond beachten: Wie der Mond in deiner Beobachtungsnacht steht, zeigt Mondphase heute, die Termine von Vollmond und Neumond findest du im Vollmond-Kalender.

Wo die Radiant-Sternbilder gerade stehen, siehst du in unserer Live-Karte Sternenhimmel heute.

Ein Wunsch, der bleibt

Sternschnuppen verschwinden in einem Augenblick – ein Stern bleibt. Viele Menschen verbinden mit einer Sternschnuppen-Nacht eine Erinnerung: das erste Date, ein Sommerurlaub, eine Nacht mit den Kindern auf der Wiese.

Mit einer Sterntaufe von Stardust wird ein echter, mit bloßem Auge sichtbarer Stern auf einen Namen deiner Wahl im Stardust-Sternregister eingetragen. Ehrlich gesagt ist das ein symbolisches Geschenk – offizielle Sternnamen vergibt nur die Internationale Astronomische Union. Echt sind der Stern, seine Koordinaten auf der Urkunde und sein Name auf unserer Online-Sternenkarte. Passend zur Augustnacht: Mit der Doppelsterntaufe bekommt ihr zwei Sterne, die nah beieinander stehen.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Wann sind die meisten Sternschnuppen 2026 zu sehen?

Die ergiebigsten Nächte sind die der Geminiden um den 13. bis 15. Dezember (bis zu 150 pro Stunde unter Idealbedingungen) und der Perseiden in der Nacht vom 12. auf den 13. August (um 100 pro Stunde). Beide Maxima fallen 2026 in mondlose oder mondarme Nächte.

Wann sind die Perseiden 2026?

Die Perseiden sind vom 17. Juli bis 24. August aktiv. Das Maximum erwartet die International Meteor Organization am 13. August gegen 4 bis 6 Uhr deutscher Zeit; am besten beobachtest du in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Am 12. August ist Neumond, die Bedingungen sind deshalb sehr gut.

Wie viele Sternschnuppen sieht man pro Stunde?

Die angegebene ZHR gilt für perfekte Bedingungen: Radiant im Zenit, sehr dunkler Himmel ohne Mond. In der Praxis siehst du deutlich weniger, weil der Radiant tiefer steht und der Himmel heller ist – in der Stadt oft nur einen kleinen Bruchteil. Je dunkler dein Beobachtungsort, desto näher kommst du an die angegebenen Werte.

In welche Richtung muss ich schauen?

Sternschnuppen eines Stroms kommen scheinbar aus einem Punkt, dem Radiant, erscheinen aber am ganzen Himmel. Am besten schaust du etwa 40 bis 60 Grad vom Radiant entfernt in einen dunklen Teil des Himmels, eher hoch als in Horizontnähe.

Darf man sich bei einer Sternschnuppe etwas wünschen?

Der Brauch ist alt und schön – verraten darf man den Wunsch der Überlieferung nach nicht. Astronomisch ist eine Sternschnuppe ein winziges Staubkorn, das in der Erdatmosphäre verglüht.

Bereit?

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