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Sterne-Lexikon

Sirius: Der hellste Stern am Nachthimmel

Sirius ist der hellste Stern, den du nachts am Himmel sehen kannst. In Deutschland funkelt er im Winter tief im Süden – oft in allen Farben. Hier erfährst du, wie du ihn findest, warum er so hell ist und welches Geheimnis sein Begleiter hat.

3 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 15. Oktober 2026 · Von der Stardust-Redaktion

Sternbild Großer Hund mit hervorgehobenem Sirius
Bezeichnung
α Canis Majoris
Sternbild
Großer Hund
Helligkeit
ca. −1,5 mag (hellster Stern am Nachthimmel)
Entfernung
ca. 8,6 Lichtjahre
Typ
Weißer Hauptreihenstern (A1) mit Weißem Zwerg als Begleiter
Sichtbarkeit
Dezember bis März am Abendhimmel, tief im Süden

Wenn dir an einem Winterabend ein besonders heller, funkelnder Stern im Süden auffällt, ist es sehr wahrscheinlich Sirius. Kein anderer Stern erscheint uns heller. Das liegt an zwei Dingen: Sirius leuchtet selbst deutlich stärker als die Sonne, und er ist für kosmische Verhältnisse sehr nah.

Wo und wann du Sirius siehst

Sirius steht von Dezember bis März am Abendhimmel tief im Süden, links unterhalb des Orion. Im Sommer ist er nicht zu sehen, weil er dann tagsüber mit der Sonne am Himmel steht.

In Deutschland erreicht Sirius nur eine geringe Höhe: In Hamburg steigt er höchstens rund 20 Grad über den Horizont, in München rund 25 Grad. Ein freier Blick nach Süden ohne hohe Häuser oder Bäume hilft deshalb. Am höchsten steht er im Januar gegen Mitternacht, im Februar schon gegen 22 Uhr.

Im Herbst taucht Sirius in der zweiten Nachthälfte im Südosten auf, im Frühling verschwindet er nach Sonnenuntergang bald im Südwesten. Wo er an deinem Ort gerade steht, zeigt dir die Live-Karte Sternenhimmel heute.

So findest du Sirius über den Orion

Folge den drei Gürtelsternen des Orion nach links unten – die Linie zeigt direkt auf Sirius. Orion ist das auffälligste Sternbild des Winterhimmels.

Den Orion erkennst du an den drei gleich hellen Sternen in einer Reihe, dem Oriongürtel, umrahmt von vier hellen Sternen. Oben links steht der rötliche Beteigeuze, unten rechts der bläulich-weiße Rigel. Verlängerst du den Gürtel etwa um das Achtfache seiner Länge nach links unten, triffst du auf Sirius.

Sirius ist Teil zweier bekannter Sternfiguren des Winters: Mit Beteigeuze und Prokyon im Kleinen Hund bildet er das Winterdreieck. Zusammen mit Rigel, Aldebaran, Kapella, Pollux und Prokyon gehört er außerdem zum Wintersechseck.

Warum Sirius so hell ist

Sirius ist etwa 25-mal leuchtkräftiger als die Sonne und nur rund 8,6 Lichtjahre entfernt. Beides zusammen macht ihn zum hellsten Stern unseres Nachthimmels.

Mit einer scheinbaren Helligkeit von etwa −1,5 mag übertrifft er den zweithellsten Stern, Canopus, der in Deutschland ohnehin nicht zu sehen ist, deutlich. Heller als Sirius erscheinen am Nachthimmel nur der Mond und die Planeten Venus und Jupiter, gelegentlich auch Mars. Das Licht, das du heute von Sirius siehst, war knapp neun Jahre unterwegs.

Sirius ist ein weißer Stern mit etwa doppelt so viel Masse wie die Sonne. Dass er in Deutschland oft rot, grün oder blau aufblitzt, liegt nicht an ihm, sondern an unserer Luft: Tief über dem Horizont durchquert sein Licht viel unruhige Atmosphäre, die es wie ein Prisma zerlegt.

Der Begleiter: ein Weißer Zwerg

Sirius ist ein Doppelstern – sein Begleiter Sirius B ist einer der bekanntesten Weißen Zwerge. Mit bloßem Auge ist er nicht zu sehen, er wird von Sirius überstrahlt.

Schon im 19. Jahrhundert fiel Astronomen auf, dass Sirius leicht hin- und herwackelt, als würde ihn etwas Unsichtbares ziehen. Friedrich Wilhelm Bessel schloss daraus auf einen Begleiter, 1862 wurde er erstmals im Teleskop gesehen. Sirius B ist ein ausgebrannter Sternenrest: etwa so schwer wie die Sonne, aber nur ungefähr so groß wie die Erde.

Hundsstern und Hundstage

Sirius heißt auch Hundsstern – und hat den „Hundstagen“ ihren Namen gegeben. Der Name des Sternbilds Großer Hund geht auf die Antike zurück.

In der Antike tauchte Sirius im Hochsommer zum ersten Mal wieder in der Morgendämmerung auf. Diese heißeste Zeit des Jahres nannten die Römer „dies caniculares“, die Tage des Hundssterns – daraus wurden unsere Hundstage. Im alten Ägypten kündigte sein erstes Erscheinen am Morgenhimmel die Nilflut an und spielte eine wichtige Rolle für den Kalender. Der Name „Sirius“ selbst stammt aus dem Griechischen und bedeutet etwa „glühend“ oder „brennend“.

Ein heller Stern als Geschenk

Sirius trägt seinen Namen seit der Antike – taufen lässt er sich nicht. Aber du kannst einem anderen hellen Stern einen Namen geben, der jemandem viel bedeutet.

Mit der Einzelsterntaufe in der Stufe „Leuchtend“ wählen wir einen der hellsten verfügbaren Sterne, gut sichtbar selbst aus der Stadt. Er wird im Stardust-Sternregister auf deinen Wunschnamen eingetragen und erscheint mit diesem Namen auf unserer Online-Sternenkarte. Ehrlich gesagt ist das ein symbolisches Geschenk – offizielle Sternnamen vergibt nur die Internationale Astronomische Union. Mehr dazu, was echt ist und was nicht, liest du im Ratgeber Ist eine Sterntaufe seriös?

Ein heller Stern mit deinem Namen: Mit der Einzelsterntaufe in der Stufe „Leuchtend“ taufst du einen der hellsten verfügbaren Sterne – sichtbar selbst aus der Stadt.

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Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Welcher ist der hellste Stern am Himmel?

Sirius im Sternbild Großer Hund ist mit etwa −1,5 mag der hellste Stern am Nachthimmel. Heller erscheinen nur der Mond und die Planeten Venus und Jupiter, zeitweise auch Mars – sie sind aber keine Sterne.

Wann und wo sieht man Sirius?

In Deutschland am besten von Dezember bis März am Abendhimmel. Er steht dann tief im Süden, links unterhalb des Sternbilds Orion. Im Herbst siehst du ihn in der zweiten Nachthälfte, im Sommer gar nicht, weil er dann am Taghimmel steht.

Warum funkelt Sirius so bunt?

Weil er in Deutschland tief über dem Horizont steht. Sein Licht durchquert dann viel unruhige Luft, die das Licht wie ein Prisma in Farben zerlegt und ständig ablenkt. Sirius selbst leuchtet weiß.

Wie weit ist Sirius entfernt?

Rund 8,6 Lichtjahre. Damit gehört er zu den nächsten Nachbarn der Sonne – ein Grund, warum er so hell erscheint.

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